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Denk Dran Nr. 45

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Team-Wochenende: Wir sind BUNT!!!

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Vom 24. bis 25. Juli 2021 haben Hase Hermine und die anderen Tiere im Florstädter Pfarrgarten Besuch bekommen: Das Konfiteam der evangelischen Kirchengemeinde Nieder-Florstadt hat eine kleine Zeltstadt aufgebaut und dort übernachtet. Das Konfiteam besteht aus ca. 30 Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Alter von 14 bis 27 Jahren und begleitet die Konfirmand*innen während ihrer Zeit bis zur Konfirmation. Die zweitägige Veranstaltung in Kooperation mit der Partnerschaft für Demokratie „BUNTerLEBEN“ widmete sich der Frage „Wie können wir unser Leben im Blick auf die Vielfalt in unserer Gesellschaft gestalten?“ Nach vielen lustigen Spielen rund um das Thema „bunte Vielfalt“ und einem leckeren Buffet ging es mittags los mit den rauchenden Köpfen: Wir haben uns darüber informiert, wie Diskriminierung in der Gesellschaft funktioniert, welchen Anteil wir selbst daran haben und wie wir daran arbeiten können, das zu ändern. Insbesondere haben wir uns mit Diskriminierung aufgrund von Gender oder Behinderung und mit Rassismus beschäftigt.

Im Folgenden hier ein kleiner, tieferer Einblick in den Rassismus-Workshop, welcher exemplarisch für unsere Beschäftigungen stehen soll. Beschäftigt haben sich die Teamer*innen mit  einem nicht ganz so bekannten Ansatz, nämlich der Kritischen Weißseinsforschung.

Gedankenexperiment: In einer Werbung von „Brot für die Welt“ lacht ein gesund aussehendes, dunkelhäutiges Mädchen in die Kamera, daneben die Aufforderung „Werden Sie Pate!“

Was denken Sie, wenn Sie das Plakat sehen? Überlegen Sie ruhig kurz.

Und dann: Welche unausgesprochenen Selbstverständlichkeiten geben diesem Plakat seine Bedeutung? Wie wird die Aufforderung Pat*in zu werden konstruiert?

Die Message des Plakats kommt rüber, weil wir als weiße Menschen das dunkelhäutige Mädchen mit „arm“ und mit „in Afrika lebend“ und mit „hilfsbedürftig“ assoziieren. Wenn wir jetzt Pat*in werden, fühlen wir uns gut und als Retter*innen. (Anmerkung am Rande: Der Gedanke, dass Weiße Schwarze retten „müssen“ stammt noch aus der Kolonialzeit, die in Deutschland viel zu wenig Aufarbeitung erfährt.) Doch was macht diese Bildsprache mit uns? Wie wirkt sich das auf mein unterbewusstes Gefühl gegenüber meiner neuen Nachbarin (6 Jahre, deutsch, wohl behütet, intelligent, dunkelhäutig) aus? Was denke ich über sie? Muss sie mich erst überzeugen, dass sie nicht arm ist und dass sie aus Deutschland kommt? Überträgt sich meine Assoziation mit dunkelhäutig (arm, ungebildet, Afrika, usw.) nicht unterbewusst auf alle dunkelhäutigen Kinder? Welche Nachteile erfahren diese aufgrund dieser Assoziationen?

Das ist, was unter anderem mit dem Wort „Privileg“ gemeint ist.

Nicht-weiße Personen erleben in unserer Gesellschaft täglich, dass ihnen aufgrund äußerer Merkmale Eigenschaften zugeschrieben (z.B. arm, kann gut tanzen) oder abgesprochen (z.B. ist nicht vertrauenswürdig) werden. Und dass sie im Unterschied zu weißen Personen als Repräsentant*innen für eine ganze ethnische Gruppe wahrgenommen werden. Die kritische Weißseinsforschung will die Weißen darauf aufmerksam machen, dass sie nicht einfach nur „Menschen“ sind, sondern weiße Menschen. Sie sind nicht ausgenommen von der gesellschaftlichen Bestimmung durch äußere Merkmale. Und: Ihnen kommen Privilegien (also strukturelle Vorteile) zu aufgrund dieser Bestimmung bzw. der machtvollen, normbestimmenden Position in der Gesellschaft. Diese Privilegien zu hinterfragen und die eigene Rolle darin ernst zu nehmen, ist ein Anliegen der Kritischen Weißseinsforschung.

Wie kann ich als weiß gelesene Person mir meine Privilegien (und natürlich die dadurch entstehende Benachteiligung anderer Personen) bewusst machen? Inwiefern stellt Weißsein als sichtbarer Maßstab das Nicht-Weiße als Abweichung und minderwertige Abstufung dar? Wie kann ich dazu beitragen die strukturelle Benachteiligung von Menschen aufgrund bestimmter Merkmale in unserer Gesellschaft abzubauen?

Mit diesen und viele andere Fragen haben sich die jungen Erwachsenen zwei Tage lang beschäftigt und machten viele nachdenklich. Das Fazit: Jede*r von uns ist aufgefordert, die eigenen unbewussten Gedanken und Vorurteile wahrzunehmen und umzulernen, damit langfristig Teilhabe für alle Menschen möglich wird. Auch das Konfiteam möchte immer wieder überlegen, welche Bilder von Menschen sie konstruieren und wie sie zu einer bunten Gesellschaft beitragen können.

Wer mehr zu all diesen Themen wissen will ist herzlich eingeladen zu dem interaktiven Stationen-Gottesdienst zum Thema „Was ist normal?“ am Samstag, den 09.10.2021 um 16:00h im Pfarrgarten der evangelischen Kirchengemeinde Nieder-Florstadt (Kirchgasse 12, 61197 Florstadt). Die jeweils geltenden und zu beachtenden Hygienemaßnahmen können der Homepage entnommen werden.

(und wer mehr lesen mag: www.deutschlandfunk.de -> Essay und Diskurse -> 03.05.2015  „critical whiteness – Weißsein als Privileg“ von Millay Hyatt)

Sieben "Alte" - sieben "Neue"

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Am 13. Juni war der Stichtag für die Kirchenvorstandwahl, die in Florstadt erstmals als reine Briefwahl und als Listenwahl durchgeführt wurde. Gewählt werden konnten alle 14 Kandidatinnen und Kandidaten. Die Wahlbeteiligung betrug 38,9 % - die Zahl der Wählenden hat sich damit gegenüber der letzen Wahl vor sechs Jahren verdoppelt.


Um gewählt zu werden, waren mehr als 50 % der abgegebenen Stimmen erforderlich.
Alle Kandidatinnen und Kandidaten erreichten einen Anteil zwischen 72,9 % und 88 % der abgegebenen Stimmen. Der neue Kirchenvorstand, dessen Amtszeit am 1. September beginnt, besteht aus sieben wieder gewählten und sieben neu gewählten Mitgliedern - elf Frauen und drei Männern.

Dem neu gewählten Kirchenvorstand gehören an:
Wiedergewählt: Sybille Bernhard, Petra Claas, Ilona Lehr, Marina Scherer-Jung, Claudia Starck, Karin Walther und Horst Wißmer.
Neu gewählt: Regina Böning-Wolf, Ulrike Dillemuth, Cornelia Götz, Michael Mentes, Michael Muche, Doris Nies, und Jasmin Treut.

Bekanntgabe des Wahlergebnisses der Kirchenvorstandswahl

Nachfolgend die Bekanntgabe des Wahlergebnisses gemäß § 22 Abs. 1 KGWO

Der Kirchenvorstand der Evangelischen Kirchengemeinde Florstadt hat in seiner Sitzung vom 13.06.2021 folgendes Wahlergebnis festgestellt:

Gewählt sind: 

Name

Vorname

Bernhard

Sybille

Böning-Wolf

Regina

Claas

Petra

Dillemuth

Ulrike

Götz

Cornelia

Lehr

Ilona

Mentes

Michael

Muche

Michael

Nies

Doris

Scherer-Jung

Marina

Starck

Claudia

Treut

Jasmin

Walther

Karin

Wißmer

Horst

 

Das Wahlprotokoll und das endgültige Wahlergebnis werden zwei Wochen vom 24.06.2021 bis zum 08.07.2021 im Gemeindebüro öffentlich ausgelegt und kann dort nach Terminvereinbarung während der regulären Bürozeiten eingesehen werden.

Begründete Einsprüche gegen das Wahlergebnis können von jedem wahlberechtigten Gemeindemitglied innerhalb einer Woche bis spätestens 15.07.2021 schriftlich beim Kirchenvorstand erhoben werden. Der Einspruch kann nur auf Mängel der Aufstellung des Wahlvorschlags oder des Wahlverfahrens oder auf Einwendung gegen die Wählbarkeit einer gewählten Kandidatin oder eines gewählten Kandidaten oder eines gewählten Jugendmitglieds gestützt werden.

Florstadt, den 17.06.2021

Denk Dran Nr. 44

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Kollekten/Spenden

Wer für den jeweiligen Kollektenzweck des Sonntags oder auch für einen anderen (Diakonie, Brot für die Welt, Weltgebetstag o.a.) bzw. für unsere Kirchengemeinde spenden möchte, kann dies über unser Spendenkonto tun. Ev. Kirchengemeinde Florstadt / Sparkasse Oberhessen: 

IBAN: DE48 5185 0079 0027 1633 78

Bitte den jeweiligen Zweck angeben. Vielen Dank!

Geh aus, mein Herz, und suche Freud

Was uns Mut macht und Zuversicht gibt

Florstädter Krippenweg

Denk dran!

Kgm Florstadt

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Nachrichten

Scrollen sie weiter herunter und lesen Sie aktuelle Nachrichten aus den Redaktionen der EKHN.

Tageslosung

Losung und Lehrtext für Donnerstag, 21. Oktober 2021
/Rut sprach:/ Bedränge mich nicht, dass ich dich verlassen und von dir umkehren sollte. Wo du hingehst, da will ich auch hingehen; wo du bleibst, da bleibe ich auch. Dein Volk ist mein Volk, und dein Gott ist mein Gott. Rut 1,16
Hier ist nicht Jude noch Grieche, hier ist nicht Sklave noch Freier, hier ist nicht Mann noch Frau; denn ihr seid allesamt einer in Christus Jesus. Galater 3,28

Nachrichten

06.06.2021 ahrt

Sonntagswort: Kurze Glaubenssätze

Andreas Münster, Dekanatsreferent des katholischen Dekanats Wetterau-West, hat einige kurze Botschaften seines Glaubens aufgeschrieben.

Wormser Kaiserdom in Abenddämmerung mit beleuchteter Bühne und Zuschauern.
04.06.2021 pwb

Die Wormser Nibelungenfestspiele setzen 2021 auf das Thema Luther

Auf der Festspiel-Bühne am Wormser Kaiserdom geht es im Juli ausnahmsweise nicht um die Nibelungensage, sondern um den Reformator Martin Luther. 500 Jahre nach dem Wormser Reichstag dreht sich bei den Nibelungen-Festspielen alles um dessen Ideen.

02.06.2021 hjb

Mit dem Tablet die Isolation überwinden

Viele, besonders ältere Menschen, leiden darunter, dass sie durch die Corona Pandemie wenig Besuch im Krankenhaus erhalten können. Angehörige machen sich Sorgen um geliebte Erkrankte, die sie alleine lassen müssen. Die Klinikseelsorge an den Dill-Kliniken bietet Hilfe mit einem Tablet an.

KV-Wahl
02.06.2021 red

13. Juni im Kalender eintragen - weil jede Stimme zählt!

Am 13. Juni 2021 sind evangelische Christinnen und Christen in Hessen-Nassau eingeladen, den Vorstand ihrer Kirchengemeinde zu wählen. Damit entscheiden sie mit, wer in Zukunft das Leben in ihrer Gemeinde mitgestaltet. Aber wie wird gewählt? Und: Warum ist es wichtig, zur Kirchenvorstands-Wahl zu gehen?

 

Tröstende Mutter
01.06.2021 red

Kampagne "#reinwachsen" gegen Kinderarmut

Am 1. Juni ist Internationaler Kindertag. Die Diakonie Hessen weist darauf hin, dass noch viel getan werden muss, um die Chancen und Lebensqualität von Kindern aus armen Familien zu verbessern. Deshalb will der Stiftungsfonds "DiaKids" mit der Kampagne #reinwachsen die Armutsfolgen für Kinder bekämpfen. Mit einer Spende kann das Projekt unterstützt werden.

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